Markus Anthrazitretorte (1)

Bei der Entwicklung der Anthrazit-Retorte ging es in erster Linie darum, daß die Schlackebildung unterbunden wurde. Dies erreichte man mit einer gelegentlichen Drehung des inneren Retortenringes. Die sich dabei durchmischende Kohle riß die Schlackebrücken auf und die Kohle verbrannte deutlich besser und vollständiger. Nicht nur der vollständige Abbrand des Anthrazits wurde sichergestellt, auch die vorgeschriebenen Abgaswerte waren nun gravierend unterschritten worden, was Fa. Wöhler unabhängig ermittelt hat. Somit unterschreitet der Markus-Heizkessel als einziger Kohlekessel die engen Abgasgrenzwerte der 2. Stufe der BImSchV drastisch.

Anthrazitretorte

 

Zudem waren mit der Einführung der Anthrazitretorte auch keine Schlackebrocken mehr im Aschekasten anzufinden. Mit dieser Technik wurden also großflächige Verkrustungen verhindert und in der Gluterhaltung merkte man einen deutlichen Minderverbrauch, den man damit begründete, daß die Luft nun besser eingeblasen werden kann. Für den Normalbetrieb wurden daher keine gravierenden Einsparungen vermutet, was sich nun als falsch herausstellen sollte. Diese Erkenntnis ist der mobilen Steuerung zu verdanken, welche auf Produkten der österreichischen Firma „Technische Alternative“ beruhen, da sie die Heizungsdaten aufzeichnen und man so die Möglichkeit hat, die Heizung auszuwerten.

Ausschlaggebend für diese Erkenntnis war ein Kunde, der seine drei Jahre alte Heizung von der Geko-Steuerung auf die mobile Steuerung umrüsten wollte. Sein Wunsch war eigentlich nur, daß ich aus der Ferne Hilfe anbieten könne und im Sommer der Gluterhalt problemlos verliefe. So wurde die Steuerung gewechselt und die Heizung mit der alten Standardretorte wieder angezündet. Es zeigte sich, daß über die Stunden die Luftmenge zu erhöhen war, da die Kohle immer schlechter brannte. Erst als das Gebläse sehr weit offen war, konnte die Heizung normal betrieben werden. Wie gravierend dieser Luftüberschuß sich verhält hätte man ohne diese Datenaufzeichnung niemals erkennen können!

 

Es ist nun natürlich nicht zu sagen, wie hoch die Einsparung ist, da kein Wärmemengenzähler verbaut ist, aber der zeitliche Verlauf dokumentiert sehr Eindrucksvoll, daß die Einsparungen gravierend hoch sind.