Warum sollte ich einen Kohlekessel wählen?

Kohlekessel haben im Vergleich zu Pellet- oder Hackschnitzelheizungen den Vorteil, daß der Brennstoff wesentlich weniger Platz in Anspruch nimmt. Im Vergleich zu Pellets 1/3 und im Vergleich zu Hackschnitzel 1/10. Zudem ist der Energiepreis seit Jahren konstant niedrig und die Abgaswerte sind wesentlich besser als bei den Holzheizungen.

Welche Vorteile bietet ein Kohlekessel?

Es handelt sich um einen automatischen Kessel, der den günstigen Brennstoff Steinkohle verbrennt. Da Steinkohle ein Industrierohstoff ist, ist dieser seit Jahrzehnten dauerhaft günstig. Zudem wissen die meisten Menschen nicht, daß Steinkohle von allen Festbrennstoffen die besten Abgaswerte aufweisen kann. Der Vorteil des Markus-Heizkessels ist es, daß er den günstigen Brennstoff Steinkohle auch noch bedarfsgerecht verbrennt. Salopp gesprochen hat die Steinkohleheizung den Komfort einer Pelletsheizung, aber 1/3 günstigere Heizkosten.

Welche Vorteile bietet ein Kohleofen?

Öfen für Steinkohle sind sog. Dauerbrandöfen. Der Begriff Dauerbrand kommt allerdings nicht, wie oft vermutet wird daher, daß der Ofen dauernd brennen darf. Nein! Dieser Begriff kommt aus den Prüfungsvorgaben für Kohleöfen. Denn bei der Verbrennung von Kohle, mit einer vorgegebenen Nennwärmeleistung, muß mindestens 4 Stunden die Glut gehalten werden. Dieser Zeitraum nennt sich Dauerbrand. Daher kann mit großem Komfort ein Dauerbrandofen betrieben werden. Zudem haben die meisten Dauerbrandöfen keine Scheibe. Dies verhindert zwar, daß man die Flamme sieht, aber das hat den Vorteil, daß die erzeugte Wärme ideal in den Raum abgestrahlt werden kann. Glas hat nämlich den Nachteil, daß es die Infrarotwellen zu 96% zurück in den Ofen reflektiert. Dies ist auch der Grund, warum Gewächshäuser aus Glas gebaut werden.

Wie funktioniert ein Kohlekessel?

Ein Kohlekessel funktioniert eigentlich wie eine Pelletsheizung, da die Pelletsheizung von der Kohleheizung kopiert wurde. Das bedeutet, daß die Kohle aus dem Vorratsbehälter entnommen wird und über die Schnecke von unten in die Retorte eingepreßt wird. Dort verbrennt die Kohle dann durch die Zufuhr von Verbrennungsluft. Sollte gerade kein Wärmebedarf vorhanden sein, wird die Zufuhr von Kohle und Luft angehalten und die Kohle glüht, bis wieder Wärme benötigt wird oder ein neuer Gluterhaltungsprozeß (kurze Zufuhr von Kohle und Luft) gestartet wird.

Welche Kohle soll ich kaufen?

Bedingt durch die 2. Stufe der BImSchV sind nicht mehr viele Kohlesorten geeignet die 2.Stufe der BImSchV zu erfüllen. Tendenziell kann gesagt werden, je weniger flüchtige Bestandteile in der Kohle vorhanden sind, desto sauberer ist es im Kessel und desto schwieriger ist die Gluterhaltung im Sommer zu bewerkstelligen. Aus diesem Grunde haben wir auch die abgasgeführte Gluterhaltung entwickelt und zum Patent angemeldet. Zudem sinkt auch mit sinkendem Anteil an flüchtigen Bestandteilen der Geruch bei Gluterhaltung. Das sind die Gründe, weshalb das Ingenieurbüro Stefan Doliwa die Kohlesorte Anthrazit empfiehlt. Zudem hat Anthazit den Vorteil, daß diese Kohle bei der Lagerung keinen Brennwertverlust aufweist.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad der Kohle gegenüber anderen Energieträgern, wie Holz, Öl oder Gas?

Das hängt von der Verbrennungstechnologie ab. Bei Öl und Gasgeräten gibt es die sog. Brennwerttechnologie. Das heißt die Abgase werden so tief heruntergekühlt, daß die Abgase kondensieren. Bei idealer Einstellung der Brennwerttechnik wird so aus 1kWh Energie bei Öl 0,1Liter und bei Gas 0,16 Liter Wasser gewonnen. Deswegen haben diese Geräte einen Verbrennungswirkungsgrad von über 100%. Bei Kohle ist diese Technologie nicht möglich, da Kohle kein Kondensat ausscheiden kann. Deswegen liegt der Wirkungsgrad im Regelfall zwischen 88 und 93%.

Wie oft muß ich Kohle nachfüllen?

Dies ist abhängig von der Kesselgröße und dem Heizbedarf. Bei Einfamilienhäusern ist das im Regelfall zwischen 3 und 8 Tagen, bei größeren Industriekesseln täglich.

Werde ich schmutzig beim Befüllen der Heizung?

Das liegt beim Kunden, wie er die Kohle handhabt. Im Hausbereich ist die Kohle im Regelfall in sauberen PE-Säcken verpackt und durch die Änderung des Lieferanten ist die Kohle jetzt auch gewaschen und getrocknet. Somit ist die Kohle nahezu frei von Staub.

Wie oft muss ich den Ofen reinigen?

Im Regelfall kann man sagen, daß eine Bunkerfüllung eine Entaschung mit sich führt. Die Grundreinigung des Kessels sollte bei Großkesseln erfolgen, wenn die Abgastemperatur 300°C erreicht hat, kleine Hauskessel sollten zumindest 1x im Jahr gereinigt werden.

Wohin mit der Asche?

Dank der EU darf die Asche nicht mehr als Mineraldünger verwendet werden. Aus diesem Grunde empfehlen wir die Entsorgung über die Mülltonne oder als Bauschutt im Recyclinghof.

Wie stark ist die Rauchentwicklung?

Solange Steinkohle verbrennt erzeugt sie im Regelfall keinen Qualm. Steinkohle kann nur bei Mangelverbrennung, also Gluterhaltung Qualm erzeugen. Die Menge des Qualms hängt von der Menge an flüchtigen Bestandteilen ab. Der vom Ingenieurbüro Stefan Doliwa empfohlene Brennstoff Anthrazit hat fast keine flüchtigen Bestandteile, weshalb auch bei der Gluterhaltung kein Qualm entsteht.

Was muss ich beim Schornsteinfeger beachten?

Viele Schornsteinfeger glauben, daß ein solcher Kessel einer Pufferspeicherung und einer Sanierung des Schornsteines bedarf, zudem haben sie Bedenken, daß die Abgaswerte die 2. Stufe der BImSchV nicht erfüllen. Zum Thema Pufferspeicherung ist auf die BImSchV §3 Absatz 1 zu verweisen. Hier werden die zugelassenen Brennstoffe definiert. Die Brennstoffe in der Pufferregelung beziehen sich auf die Brennstoffe 4 bis 8 und 13, das heißt Holz sowie nachwachsende Rohstoffe ect. Brennstoffe 1-3a beziehen sich auf Kohle, Torf und Grillkohle. Sie nicht als Brennstoff bei der Pufferregelung genannt.
Selbst bei Holz gibt es noch Ausnahmen, die keinen Puffer brauchen siehe §5 Absatz 4 letzter Teil.

Hier der Abschnitt, in dem die Pufferfrage geregelt ist:

§5 Absatz 4
(4) Bei Feuerungsanlagen mit flüssigem Wärmeträgermedium, ausgenommen Einzelraumfeuerungsanlagen, für den Einsatz der in § 3 Absatz 1 Nummer 4 bis 8 und 13 genannten Brennstoffe, die ab dem 22. März 2010 errichtet werden, soll ein Wasser-Wärmespeicher mit einem Volumen von zwölf Litern je Liter Brennstofffüllraum vorgehalten werden. Es ist mindestens ein Wasser-Wärmespeichervolumen von 55 Litern pro Kilowatt Nennwärmeleistung zu verwenden. Abweichend von Satz 1 genügt bei automatisch beschickten Anlagen ein Wasser-Wärmespeicher mit einem Volumen von mindestens 20 Litern je Kilowatt Nennwärmeleistung.
Abweichend von den Sätzen 1 und 2 kann ein sonstiger Wärmespeicher gleicher Kapazität verwendet werden.
Bei der Kaminsanierung kann man darauf verweisen, daß Steinkohle ein Kohlenstoff ist und daher anders als die Kohlenwasserstoffe Öl und Gas kein Wasser bei der Verbrennung produziert wird. Daher ist mit einer Versottung des Schornsteines nicht zu rechnen.

Bzgl. der Abgaswerte kann man leider keinen externen Bezug machen, da viele Schornsteinfeger Steinkohle nicht mehr kennen und erst mit der ersten Messung Vertrauen in diesen Brennstoff geschaffen werden kann. Wenn aber die 2. Stufe der BImSchV genommen ist, ist auch der Schornsteinfeger glücklich.

Gibt es besonderes zu beachten mit dem Kamin?

Das einzige was zu beachten ist, ist der Mindestquerschnitt des Kamines. Häufig raten die Schornsteinfeger zu einer Sanierung, was aber im Regelfall nicht notwendig ist, da Steinkohle bei der Verbrennung kein Wasser produziert. Sollte der Zug rechnerisch abgeschätzt werden, bietet das Ingenieurbüro Stefan Doliwa eine Schornsteinberechnung nach EN13384-1 gegen geringes Entgeld an.

Kann ich einen Holzofen und eine Gasheizung am gleichen Kamin anschließen?

Ja und nein! Hier ist eine direkte Absprache mit dem Schornsteinfeger vor Ort notwendig.

Mit welchen Mitteln muss ich Ofen, Kessel, etc. reinigen?

Sofern Öfen und Kessel mit Anthrazit befeuert wurden ist die Reinigung mit Schaber und Runddrahtbürste ausreichend. Bei anderen Steinkohleprodukten entsteht ein Belag, der aber nicht vollständig entfernt werden kann.

Haben alle Heizkessel ein CE-Zeichen?

Ja, alle Markus Heizkessel Produkte sind mit einem offiziellen CE-Kennzeichen gemäß den Vorschriften ausgestattet.